Manga-Kunst aus Japan

Der Begriff „Manga„, zu deutsch so viel wie „verrücktes, zwangloses Bild“, bezeichnet im Grunde alle Arten von Comics, außerhalb Japans jedoch meist ausschließlich die japanischen Comics. Verfilmungen von Mangas werden „Anime“ (von engl. „animation“) genannt.

Herkunft der Mangas

Schon im frühen Mittelalter hielten buddhistische Mönche Geschichten und Motive fest, indem sie diese auf Papierrollen aufmalten. In der Neuzeit erfreuten sich Ukiyo-e Künstler, allen voran der berühmte Hokusai, nicht nur in Japan, sondern auch im Westen, großer Beliebtheit.

Europäische Künstler ließen sich von japanischen inspirieren und umgekehrt. In den 1950ern schuf Osamu Tezuka, der Erfinder von „Astro Boy“, die Grundlagen des modernen Mangas, wie man ihn heute kennt.

Japanische Manga

Japanisches Manga von einem Jungen und Mädchen (Bild: rrakkma – Fotolia.com)

Arten von Mangas

Mangas gibt es in Japan für Männer und Frauen jeden Alters. Manga für Kinder und Jugendliche werden Shojo (für Mädchen) bzw. Shonen (für Jungen) genannt, Mangas für Erwachsene Josei (für Frauen), bzw. Seinen (für Männer). Mangas speziell für Rentner werden oft als „Silver-Manga“ bezeichnet.

Mangas dienen in Japan nicht nur der Unterhaltung, oft übernehmen sie auch die Rolle von Sachbüchern. Durch die in Japan sehr populäre Manga-Serie Oishinbo beispielsweise kann der Leser viel über das Kochen lernen.

Mangas und die japanische Gesellschaft

Mangas sind aus der japanischen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Sie machen rund 40 Prozent der Druckerzeugnisse aus. Vor allem in Harajuku und Akihabara (Tokyo) verkleiden sich Jugendliche als Manga-Chraktere (Cosplay genannt), in Manga-Cafés können Gäste im Manga-Ambiente nicht nur Kaffee trinken, sondern auch Mangas lesen. Die derzeit beliebtesten Manga-Serien in Japan sind u.a. One Piece, Naruto, Oishinbo, Dragon Ball, Detektiv Conan und Slam Dunk.