Japanische Schriftzeichen

In der japanischen Sprache werden vier Schriftzeichensysteme parallel verwendet. Die Seltenste ist die lateinischen Schrift, genannt Romaji, die hauptsächlich für Marketing-Zwecke oder bei Beschilderungen für Ausländer benutzt wird.

Katakana

Ebenfalls für Werbezwecke, oder Heraushebungen im Allgemeinen, werden die eckig wirkenden Katakana genutzt. Vor allem aber “übersetzt” Katakana ausländische Namen und Bezeichnungen. Da die Katakana Silbenzeichen sind, führt dies oft zu einer leichten Verfremdung. Das englische Wort „Christmas“ wird so zu „ku-ri-su-ma-su“.

Hiragana

Ebenfalls Silbenzeichen, aber mit einer deutlich runderen Form, sind die Hiragana. Sie finden in der Schrift vor allem Verwendung als Prä- und Suffixe sowie als Partikel. Einige wenige Wörter und Namen werden ausschließlich in Hiragana geschrieben, so zum Beispiel der äußerst beliebte Mädchenname Sakura. Sowohl Hiragana als auch Katakana haben sich aus den chinesischstämmigen Kanji gebildet.

Hiragana - japanische Schrift

Entwicklung der Hiragana aus Man’yōgana (Bild: Pmx/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Kanji

Die Kanji wurden vermutlich im 4. Jahrhundert von China nach Japan eingeführt und können, mit teilweise über zwanzig Strichen, sehr kompliziert sein. In der Schule gelehrt werden rund 2.000 Kanji, zumindest passiv beherrscht werden von vielen Japanern mehr als doppelt so viele.

Ein Kanji kann mehrere Lesungen haben. Grundsätzlich unterschieden werden on-yomi und kun-yomi. Die kun-Lesung ist meist ein altjapanisches Wort, zu dem ein Kanji nach seiner Bedeutung ausgewählt wurde. In der Silbenschrift wird die kun-Lesung, zum Beispiel in Wörterbüchern, mit Hiragana wiedergegeben. Die on-Lesung wurde aus dem Chinesischen abgeleitet und wird meist in Kanji-Komposita verwendet. Sie wird deshalb auch oft sino-japanische Lesung genannt und wird mit Katakana dargestellt.