Traditionelle japanische Getränke

Zur japanischen Esskultur gehören neben den bekannten Gerichten auch landestypische Getränke. Am beliebtesten sind nach wie vor Tee und Sake. Doch nicht nur japanische Spezialitäten kommen bei einem gepflegten Mahl auf den Tisch. Längst haben auch ungewöhnliche Getränke den Fernen Osten erreicht.

Genuss und Göttergabe

Der als Sake bekannte Reiswein ist nicht nur ein Genussmittel. Wegen seiner hohen symbolischen Bedeutsamkeit wird er an Schreinen und Hausaltaren den Göttern geopfert. Zudem ist er Bestandteil der traditionellen Eheschließungszeremonie. Auch im Alltag wird er hoch geschätzt. Für Sake gibt es spezielle Trinkgefäße, sowie auch eine besondere Trinketikette. Er wird warm oder kalt genossen.

Nicht nur Reiswein, auch Pflaumenwein kennt man als eine der wichtigsten japanischen Spezialitäten. Das lieblich süße Getränk wird als Aperitif, aber auch als Digestiv gereicht.

Sake

Sake ist sehr beliebt in Japan (Bild: yukata – Fotolia.com)

Grüner Tee bevorzugt

Tee war zunächst ein Getränk des Adels. Um 1200 entwickelte sich durch die Einführung von pulverisiertem, grünem Tee die „Japanische Teezeremonie“. Heute bevorzugt man nach wie vor die grüne Variante, wenn auch inzwischen in Blätterform. Schwarzer Tee war in Japan lediglich eine Modeerscheinung in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Unter den Teesorten gibt es zahlreiche japanische Spezialitäten.

Bier und Whisky auf dem Vormarsch

Gerade bei Männern erfreut sich Whisky zunehmender Beliebtheit. Doch nicht schottische oder irische Single Malts sind erste Wahl, sondern im eigenen Land produzierte Whiskys. Die Qualitätsunterschiede sind groß, Whisky wird vorzugsweise als Longdrink genossen.

Japanisches Bier ist dem Amerikanischen ähnlicher als dem Deutschen. Der „Sprudelalkohol“ ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden und inzwischen nahezu überall erhältlich.