Japanische Küche

Die Einwohner Japans haben eine der längsten Lebenserwartungen weltweit. Japanische Frauen werden durchschnittlich 86 Jahre alt, zudem hat das Land den größten Anteil an Hundertjährigen. Ein Grund für das Erreichen eines solchen Alters ist sicherlich die Ernährung: die japanische Küche gilt als die gesündeste der Welt.

Fisch statt Fleisch

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Japaner statt Fleisch lieber Fisch und andere marine Lebewesen essen. Aber nicht nur der uns vertraute Thunfisch oder Lachs wird verspeist, auch Spezialitäten wie Seeigel, Krabbenhirn oder sogar der giftige Kugelfisch kommen auf den Tisch. Fisch liefert Protein, lebenswichtige Omega-3-Fettsäuren und Jod, weshalb er eine gesündere Alternative zu Fleisch ist. Besonders köstlich ist Fisch, wenn er noch roh verspeist wird – dann muss er aber selbstverständlich absolut frisch sein.

Gemüse der Saison

Die vier Jahreszeiten spielen eine sehr wichtige Rolle in der japanischen Küche. Gerichte werden nach der jeweiligen Jahreszeit dekoriert und die Lebensmittel stammen in der Regel aus der Saison. Aus diesem Grund essen Japaner auch nicht das ganze Jahr über das gleiche Gemüse. Das sorgt für Abwechslung, garantiert Frische und das Gemüse schmeckt niemals fad.

 

Das Auge isst mit

Übergewicht ist in Japan eine Seltenheit. Das liegt unter anderem auch daran, dass Japaner ihr Essen niemals in sich reinschaufeln. Anstatt sich viel zu große Portionen auf einen Teller zu legen, werden die verschiedenen Komponenten eines Gerichts auf kleine Schüsseln verteilt. Erstens sieht der Tisch so um einiges hübscher aus und zweitens wird das Esstempo verringert, was zu einer schnelleren Sättigung führt.

Reis als Hauptnahrungsmittel

In Japan wird für „Mahlzeit“ und „Reis“ das gleiche Wort gebraucht: gohan. Reis ist tatsächlich die Mahlzeit der Japaner, die eigentlich an keinem Tag fehlen darf. Ob zum Frühstück, Mittag oder Abendessen, Reis ist immer dabei und sättigt sowohl schnell als auch lange.

Gestärkt in den Tag

Mit dem japanischen Frühstück müssten sich viele Europäer erst einmal anfreunden. Denn oft gibt es schon morgens Fisch, Suppe und Reis. Auch wenn es für uns ungewohnt klingt, dieses Frühstück hat durchaus seinen Sinn: wer den Tag mit einer Suppe und einer Schüssel Reis startet, bekommt im Laufe des Tages mit Sicherheit keinen Heißhunger.