Japanische Kois: Was die Fische so faszinierend macht

Es sind nicht nur die prächtigen Farben und Muster, die die Faszination Koi ausmachen: Es ist die jahrelange Hingabe der Japaner, die sich heute in absoluter Perfektion widerspiegelt. Sie haben es in den letzten zweihundert Jahren geschafft, immer neue Farbvarianten zu züchten. Heutzutage gibt es 16 Hauptkategorien und über 100 Untergruppen der verschiedenen Farben der beeindruckenden Fische, die bekanntesten sind Kōhaku, Sanke und Showa.

Japanische Kois

Japanische Kois sollten in Gruppen gehalten werden. (Bild: Diether/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Der Koi ist das Sinnbild Japans

Die Japaner nennen den Koi ,,Nishikigoi“, was übersetzt etwa so viel wie „Brokatkarpfen“ bedeutet und die farbigen Varianten des Karpfens bezeichnet. Er wird als Symbol für Fortschritt und weltliches Streben angesehen. Viele Japaner assoziieren ihn auch mit Mut und der Fähigkeit, hohe Ziele zu erreichen, da Kois im 19. Jahrhundert von Adeligen als Statussymbole gehalten wurden.

Lebensweise und Haltebedingungen

Die Lebenserwartung eines Kois liegt bei bis zu 60 Jahren, wobei der Fisch bis zu einem Meter lang und ganze fünf Kilo schwer werden kann. Koi sind gesellige Tiere und sollten daher immer in einer Gruppe gehalten werden, wobei gewährleistet sein muss, dass jeder Fisch mindestens einen bis drei Quadratmeter an Raum für sich hat. Nicht umsonst werden Kois in Japan in riesigen Naturteichen gehalten. Für den privaten Besitz empfiehlt sich ein der Fischanzahl entsprechend großer Teich, der nicht in der prallen Sonne liegt, aber auch nicht gänzlich im Schatten.

Um eine optimale Winterruhe zu gewährleisten, sollte der Teich mindestens 1,3 Meter tief sein, damit der Koi in der kalten Jahreszeit am Teichboden überwintern kann. In dieser Zeit dürfen die Tiere nicht geweckt oder gar umgesetzt werden. Die Fütterung sollte nicht zu üppig ausfallen, da Kois ihre Nahrungsaufnahme nicht selbst stoppen, sondern immer weiter fressen, solange noch etwas Fressbares in der Umgebung zu finden ist. Neben dem Spezialfutter, was reich an Proteinen, Kohlenhydraten und Fett sein sollte, ernähren Koi sich von Insekten, Pflanzen und Würmern, die sie im Teich finden. Mit etwas Geduld werden einige Koi-Karpfen sogar handzahm und lassen sich streicheln.

Hoher Preis für einen Karpfen

Die Faszination Koi erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Allerdings kann die Anschaffung eines solchen Fisches eine teure Angelegenheit werden. Der Preis für einen Koi-Karpfen, je nach Größe und Farbe, kann durchaus im fünfstelligen Bereich liegen. Aber nicht nur Größe und Farbe haben Einfluss auf den Preis, sondern auch die Körperform und die Beschaffenheit der Haut spielen eine wichtige Rolle. Deshalb gelten Koi-Karpfen heutzutage auch als Sammlerstücke und Prestigeobjekte. Auf zahlreichen Ausstellungen stellen Koi-Liebhaber aus aller Welt ihre Züchtungen und Verkaufstiere vor, aktuell sind besonders die Butterfly Kois beliebt – sie haben längere Flossen, die an Schmetterlingsflügel erinnern.